Ausgehend von einer flachen Oberfläche faltet der spanische Künstler Luis Matias Santos sein Papier anhand geometrischer Berechnungen. Auf dieser mathematischen Grundlage erforscht er die Beziehung zwischen Form, Raum und Bewegung, wobei er den Schwerpunkt auf das Organische und Natürliche in der Welt um uns herum legt. Nur auf subtile Weise wird das Material mit Harzen behandelt, um seine Festigkeit und Flexibilität zu erhöhen. Die zusätzliche Dimension trägt zu einem skulpturalen Ergebnis bei, das auch durch die räumliche Beziehung verstärkt wird. Santos ist auch Mitglied von ‚Le Crimp‘, einem französischen multidisziplinären Künstlerkollektiv, das sich der Erforschung des Papierfaltens und Modellierens zu pädagogischen und konzeptionellen Zwecken widmet.
Santos verwendet in seinen Werken oft einen minimalistischen Ansatz, wenn es um Farben geht. Viele seiner Skulpturen sind in den natürlichen Farbtönen des Papiers selbst gehalten und heben die Textur und die komplexen Falttechniken hervor. Dies trägt dazu bei, den Fokus auf die geometrischen Formen und die Dynamik der von ihm geschaffenen Strukturen zu legen. Seine Vorliebe für Einfachheit spiegelt sich in den subtil hinzugefügten Farbakzenten wider, die dem Ganzen eine instinktive Unterstützung geben. Der organische Charakter des Papiers bleibt sowohl durch seine Struktur als auch durch seine Erdtöne erhalten. Santos‘ Werke rufen eine instinktive Verbindung zur Natur hervor, denn die Formen erinnern an Gebirgsketten, Korallen und schuppige Tierhäute bis hin zu den Moosen, die über Waldböden verstreut sind. Die vielseitige freie Darstellung, die Bewegung und Schattenspiel unterliegt, wird durch ihre erdigen und dynamischen Qualitäten ebenfalls ausgeglichen.




